Wundervoll

1. Philharmonisches Konzert
 

Wenn das kein Wunder ist: bei der Uraufführung der Symphonie Nr. 96 von Joseph Haydn donnerte 1791 ein schwerer Kronleuchter von der Decke. Nicht ein einziger Zuhörer wurde verletzt. So kam dieses Stück zu seinem Beinamen, posthum allerdings, denn er stammt - wie so oft - nicht vom Komponisten. Wunderlich ist auch die Entstehungsgeschichte von Ludwig van Beethovens zweitem Klavierkonzert, denn das komponierte er eigentlich als erstes. Doch das danach komponierte Klavierkonzert wurde letztendlich schneller fertig und ging als erstes in Druck. Und so wurde für die Nachwelt dann eben aus dem ersten das zweite Klavierkonzert. Ganz ohne Wunder kommt Béla Bartók Divertimento aus, ein Meisterwerk der klassischen Moderne und die letzte Zusammenarbeit des Komponisten mit dem Mäzen Paul Sacher. Vollendet wurde es nur wenige Tage vor Beginn des zweiten Weltkriegs im August 1939. Vielleicht ist das ja doch ein Wunder?


Joseph Haydn (1732–1809)
Symphonie Nr. 96 D-­Dur Hob. I:96

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19

Béla Bartók (1881–1945)
Divertimento


Parvis Hejazi, Piano

Marko Letonja, Dirigent


Mo, 28.09.20 | 19:30 Uhr, Glocke
Konzerteinführung entfällt wegen Corona.

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