Von Welterfolgen und schweren Geburten

1. Philharmonisches Konzert


Die „Moritat von Mackie Messer“ wurde zum Welterfolg, der „Anstatt dass-Song“ mauserte sich zum Ohrwurm - und doch stand Kurt Weill, der Schöpfer der Musik zur Dreigroschenoper von Bertolt Brecht, immer etwas im Schatten des berühmten Autors. Dabei landete er damit - neudeutsch gesprochen - einen Hit, zu hören in orchestraler Kurzform als Suite zur Eröffnung der Spielzeit 2021/2022. Auch das Violinkonzert von Jean Sibelius entwickelte sich zu einem weltweiten Erfolg, allerdings erst, nachdem der Komponist es überarbeitet, gekürzt und auch entschärft hatte. Denn das Stück war zunächst so schwer, dass der Solist der Uraufführung seiner Sache schlichtweg nicht gewachsen war. Das freilich muss man bei Emmanuel Tjeknavorian, einem der derzeit angesagtesten Solisten seiner Generation, gewiss nicht befürchten. Und Beethoven? Den kennt natürlich jeder. Seine an Mozart und Haydn orientierte vierte Symphonie steht allerdings oft ein wenig im Schatten seiner gewichtigen „Eroica“ und der sogenannten „Schicksalssymphonie“. Zu Unrecht.


Kurt Weill (1900-1950)
Kleine Dreigroschenmusik für Blasorchester

Jean Sibelius (1865-1957)
Konzert für Violine und Orchester d-Moll, op.47

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Symphonie Nr. 4 B-Dur op.60


Emmanuel Tjeknavorian, Violine

Marko Letonja, Dirigat


Mo, 27.09.21 | 19:30 Uhr, Glocke

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