Sagenhaft

11. Philharmonisches Konzert


„Sie macht den Eindruck, als wäre sie unmittelbar der böhmischen Natur und dem tschechischen Volk entsprungen“, so urteilte Dvořáks Biograph Otakar Šourek über die achte Symphonie seines Landsmannes. Dvořák zitiert hier nicht nur mit Vorliebe sich selbst, sondern scheint die Inspiration für seine Musik direkt aus seiner alten Heimat zu schöpfen - kurz bevor er nicht nur musikalisch in die „Neue Welt“ aufbricht. Als Auftakt gibt es Sibelius. Der Finne grub in den Tiefen der illustren Sagenwelt seines Heimatlandes und ließ sich von den uralten Überlieferungen inspirieren, um deren Atmosphäre und Stimmungen in Musik zu gießen. Der Schwede Pettersson war zeitlebens ein symphonischer Solitär. Seine Musik ist fest in der Tonalität verwurzelt, interpretiert diese aber völlig neu. Das Konzert für Viola und Orchester wurde erst posthum aus Skizzen rekonstruiert. Petterssons radikal expressive Musik ist ein unaufhörlicher Klangstrom, ein stetiges Auf und Ab mit gewaltigen Klangausbrüchen und lyrischen Episoden.


Jean Sibelius (1865–1957)
En Saga op. 9

Allan Pettersson (1911–1980)
Konzert für Viola und Orchester

Antonín Dvořák (1841–1904)
Symphonie Nr. 8 G­-Dur op. 88


Isabelle van Keulen, Viola
Jessica Cottis, Dirigentin


Mo, 31.05.21 | 19:30 Uhr, Glocke
Konzerteinführung 30 Minuten vor Konzertbeginn


Mit freundlicher Unterstützung von: 

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