Romantisch

3. Philharmonisches Konzert
 

Er war ein Meister der Collage: Charles Ives. In „The Unanswered Question“ klingen Klänge zusammen, die eigentlich nicht zusammengehören, für die damalige Zeit war das eine Sensation. Ives macht sich von allen Vorbildern frei, Stravinsky greift mit seinem Konzert „Dumbarton Oaks“ explizit darauf zurück. In seinem Fall sind es die Brandenburgischen Konzerte von J.S. Bach, die er als Blaupause für seine moderne Variante eines Concerto grosso benutzt. In seinen Deux Danses benutzt Debussy zahlreiche historisierende Elemente, kleidet sie aber in ein sehr apartes klangliches Gewand und transformiert das historische Vorbild so für seine Zeit. Vorbilder für Takemitsus „Rain Coming“ ist – wie der Name schon andeutet – die Natur und im Falle von Brahms‘ Serenade Nr. 2 war es die lange Gattungstradition, die für dieses Werk Pate stand. Aber auch hier macht der Komponist etwas ganz Eigenes und Unverwechselbares daraus.


Charles E. Ives (1874–1954)
The Unanswered Question

Igor Stravinsky (1882–1971)
Dumbarton Oaks

Claude Debussy (1862–1918)
Deux Danses für Harfe und Streicher

Tōru Takemitsu (1930–1996)
Rain Coming

Johannes Brahms (1833–1897)
Serenade Nr. 2 in A-Dur op. 16


Marko Letonja, Dirigent

Amandine Carbuccia, Harfe


Mo, 23.11.20 | 19:30 Uhr, Glocke
Konzerteinführung entfällt wegen Corona.


Mit freundlicher Unterstützung von: 

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