Pamphlete für das Leben

3. Philharmonisches Konzert

 


Achtung - Besetzungsänderung: Julian Steckel vertritt krankheitsbedingt Harriet Krijgh.


Bestellt hatte die japanische Regierung 1939 ein Jubelstück um das 2600-jährige Bestehen der Mikado-Dynastie zu feiern. Kurz nach dem Ausbruch des 2. Weltkriegs lieferte Benjamin Britten jedoch ein weniger feierliches denn vielmehr zutiefst ergreifendes und eindringliches Werk: die Sinfonia da Requiem. So „kriegsfeindlich wie möglich“ sollte laut Britten sein erstes großes Orchesterwerk sein, das den Schrecken des Todes ausmalt, am Ende aber in eine Atmosphäre friedvoller Erlösung mündet. Daraus spricht nicht zuletzt die Hoffnung auf Trost und auf ein Leben nach dem Tod. Eine regelrechte Auferstehung erlebte Joseph Haydns erstes Cellokonzert: Jahrelang glaubte man, es sei verschollen - bis man 1961 eine Kopie fand, die zweifelsfrei Haydn zuzuschreiben war. Beim 3. Philharmonischen Konzert wird mit Harriet Krijgh eine ebenso in der Kammermusik wie auf der großen Konzertbühne versierte Cellistin das Stück zu neuem Leben erwecken. Eine Symphonie zum 50. Geburtstag – und zwar zum eigenen – so lautete der Auftrag der finnischen Regierung an Jean Sibelius. Es wurde eine lange schwierige Geburt, hin- und hergerissen zwischen strukturellem Stil und dem aktuellen modernen Zeitgeist. Nach mehreren Revisionen präsentierte er 1919 endlich seine fünfte Symphonie in ihrer finalen Gestalt. Den langen Weg dorthin erklärt Sibelius so: „Ich wollte meiner Symphonie eine andere – humanere – Form geben, erdbezogener, lebendiger.“ Die lange Arbeit hat sich gelohnt, seine Fünfte genießt bis heute große Popularität.


Benjamin Britten (1913-1976)
Sinfonia da Requiem op.20

Joseph Haydn (1732-1809)
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob.VIIb:1

Jean Sibelius (1865-1957)
Symphonie Nr. 5 Es-Dur op.82
 


Julian Steckel, Violoncello
Marco Comin, Dirigat


Mo, 15.11.21 | 19:30 Uhr, Glocke


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Antony Ernst, Dramaturgie / Regie

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