Gewagt

10. Philharmonisches Konzert


Trauer, Tragik, Pathos: Wenn es ans Eingemachte geht, ist die Tonart c-Moll meist nicht fern. Über Jahrhunderte hat sie sich als Medium fürs Schicksalhafte und Finstere herauskristallisiert. Mit einem pathetischen Orgelpunkt der Superlative beginnt dann auch Johannes Brahms’ symphonischer Erstling. Bis zur Vollendung war es eine schwere Geburt - 14 Jahre vergingen von den ersten Skizzen bis zur Uraufführung. Ein Grund: das symphonische Trauma, in dem sich viele Komponisten nach Beethoven zu wähnen glaubten. Nach dessen neunter Symphonie noch Symphonien zu schreiben, erschien vielen unmöglich. Aber auch der Titan selbst tat sich manchmal schwer. Die Uraufführung seines dritten Klavierkonzerts wurde mehrfach verschoben, der Komponist spielte sie letztendlich aus stenografischen Skizzen und improvisierte den Rest. Als heiteren Auftakt zu so viel Tragik in c-Moll gibt es Debussys musikalische Hommage an die Kindheit. Auch hier kommt c-Moll vor, allerdings eher
als atmosphärische Farbe denn als Stimmungsbarometer.


Claude Debussy (1862–1918) / arr. Hans Abrahamsen (*1952)
Le coin des enfants

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c­-Moll op. 37

Johannes Brahms (1833–1897)
Symphonie Nr. 1 c­-Moll op. 68


Martina Filjak, Klavier
Michael Schønwandt, Dirigent


So, 09.05.21 | 11:00 Uhr, Glocke
Konzerteinführung 30 Minuten vor Konzertbeginn

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Marko Letonja, Dirigent


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Daniel Lozakovich, Violine
Juliane Banse,Sopran
Michael Nagy,Bariton
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