Musikfest-konzert     

Als Gustav Mahler am 18. Mai 1911 in Wien starb, hinterließ er seine letzte Symphonie unvollendet. Nur vom ersten Satz, dem Adagio, liegt eine bis zur Instrumentation ausgearbeitete Partiturskizze vor, von den vier weiteren geplanten Sätzen gibt es nur Fragmente. Yoel Gamzou, Generalmusikdirektor am Theater Bremen, kam schon früh mit Mahlers Symphonien in Berührung. 2003, nach Jahren der Beschäftigung mit der Zehnten, habe er gespürt, »dass diese Musik etwa von mir verlangt« — und legte 2010 eine vielbeachtete eigene Rekonstruktion vor. Im Gegensatz zu bereits bestehenden anderen Fassungen hat Gamzou bei seiner Arbeit den Standpunkt eines Musikers und nicht den eines Musikwissenschaftlers eingenommen. Er verfolgte das Ziel, »in erster Linie dem Geist hinter der Musik zu dienen und Mahlers Seelenzustand beim Komponieren dieser Symphonie spürbar zu machen«. Und so spiegelt Gamzous Rekonstruktion aufrüttelnd die Achterbahnfahrt in Mahlers Gefühlswelt angesichts der Affäre seiner Gattin Alma mit dem jüngeren Architekten Walter Gropius wider, spitzt Kontraste zu, liebt Extreme. Erleben Sie erstmals in Bremen Gamzous Sicht auf Mahlers Zehnte am Pult seiner ihm bestens vertrauten Bremer Philharmoniker!


Gustav Mahler (1860–1911) 
Symphonie Nr. 10 Fis-Dur
Vervollständigte Fassung von Yoel Gamzou


Yoel Gamzou, Dirigent


Di, 27.08.19 | 20:00 Uhr, Glocke



Wird präsentiert von:

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Text von Hugo von Hofmannsthal
Yoel Gamzou, 
Musikalische Leitung
Frank Hilbrich, Regie


Theater Bremen