Überschwänglich

7. Philharmonisches Konzert


Hier lässt es Brahms mal so richtig krachen: Der Titel der Akademischen Festouvertüre hört sich furchtbar seriös an, doch dahinter verbirgt sich eine humorige Hommage an das wilde Studentenleben. Kein
Wunder, dass das Werk eines seiner populärsten wurde. Nicht weniger beliebt ist das Violinkonzert, auch wenn es mitunter als symphonischer Koloss und „Konzert gegen die Geige“ bezeichnet wurde. Für jeden Solisten ist es eine harte Nuss, für alle Zuhörer aber ein großes Vergnügen - nicht nur im überschwänglichen Finale. Hier schimmert Brahms’ offenkundige Affinität zur ungarischen Volksmusik durch. Die vierte Symphonie war ein hartes Ringen für den stets von großen Selbstzweifeln geplagten Komponisten. „Im Allgemeinen sind ja leider die Stücke von mir angenehmer als ich“, schrieb er einer Freundin, die er wegen dieses Werkes um Rat fragte. Letzteres können wir heutzutage nur noch aufgrund historischer Berichte beurteilen, Ersteres aber steht außer Frage: Die Vierte ist ein fulminanter Abschluss des symphonischen Schaffens dieses Erzromantikers, allen Selbstzweifeln zum Trotz.


Johannes Brahms (1833–1897)
Akademische Festouvertüre c­-Moll op. 80

Johannes Brahms (1833–1897)
Violinkonzert D­-Dur op. 77

Johannes Brahms (1833–1897)
Symphonie Nr. 4 e­-Moll op. 98


Yury Revich, Violine
Clara­-Jumi Kang, Violine

Marko Letonja, Dirigent


So, 28.02.21 | 11:00 Uhr, Glocke
Konzerteinführung 30 Minuten vor Konzertbeginn

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