Grenzenlos

8. Philharmonisches Konzert


Als Dirigent war er eine Legende, als Komponist ist er ein Geheimtipp: Wilhelm Furtwängler. Er teilt das Schicksal vieler Musiker, die als Interpreten im Rampenlicht stehen, als Tonschöpfer aber mehr oder weniger in der Versenkung verschwinden. Arturo Toscanini und Giuseppe Sinopoli erging es nicht anders. Furtwänglers zweite Symphonie ist ein gewaltiges Werk. Mit gut 80 Minuten Dauer stößt sie in Brucknersche und Mahlersche Dimensionen vor, und auch stilistisch erweist sich Furtwängler als Erbe spätromantischer Traditionen. Komponiert wurde das Werk 1944/45 im schweizerischen Exil, zu einer Zeit also, als selbst die Musik der Zweiten Wiener Schule um Arnold Schönberg längst nicht mehr zur Avantgarde gehörte. Musikalisch trat Furtwängler als Vertreter einer längst vergangenen Epoche in Erscheinung, doch soll das nicht von den unbestrittenen Qualitäten dieser symphonischen Rarität ablenken, die es zweifelsohne Wert ist, aufgeführt zu werden.


Wilhelm Furtwängler (1886–1954)
Symphonie Nr. 2 e­-Moll


Yoel Gamzou, Dirigent


Di, 23.03.21 | 19:30 Uhr, Glocke
Konzerteinführung 30 Minuten vor Konzertbeginn

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Juliane Banse,Sopran
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