Auf ganzer Linie überzeugend

Mit ihrem 2. Philharmonischen Konzert wagten sich die Bremer Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Yoel Gamzou an die fast vergessene Symphonie in Fis von Erich Wolfgang Korngold – und überzeugten dabei auf ganzer Linie. Zuvor erlebten die Konzertbesucher den bestens aufgelegten Klarinettisten David Orlowsky mit Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur.

„Im zweiten Abokonzert der Saison überträgt Yoel Gamzou sein Musiziergefühl auf die fulminant spielenden Bremer Philharmoniker, die Korngold groß dimensionierte Fis-Dur-Sinfonie meisterhaft interpretieren.“
„Gamzou gelingt es, die so vielfältige Partitur kongenial in Klänge umzusetzen (...) Meisterhaft, wie das fast 90 Musiker große Orchester die Übergänge zwischen Katastrophenstimmung und elegischer Romanzen gestaltet.“
„Wie anspruchsvoll das Konzert zu spielen und wie virtuos es phasenweise ist, ist lediglich zu erahnen – so selbstverständlich, mühelos und voller Tonschönheit musiziert Orlowsky. Die für Mozart ungewöhnlich groß besetzten Philharmoniker unterstützen ihn vorbildlich. Ein Genuss.“
(Markus Wilks, Kreiszeitung, 24. Oktober 2018)

„Es ist eine Binsenweisheit, dass man Menschen am besten mit Begeisterung für etwas anstecken kann, wenn man mit seiner eigenen Euphorie nicht hinterm Berg hält. Aber Binse oder nicht: Es funktioniert. Das war am Montagabend beim zweiten Philharmonischen Konzert der Bremer Philharmoniker mustergültig zu erleben. Der Hauptbegeisterer war der Generalmusikdirektor des Theaters Bremen, Yoel Gamzou, Co-Begeisterer das von ihm dirigierte Orchester. Die Begeisterten saßen im Zuschauerraum, wie man an dem lang anhaltenden Applaus nach der 50 Minuten langen Symphonie in Fis op.40 von Erich Wolfgang Korngold deutlich hören konnte (...).“
„Das Orchester präsentierte sich souverän, konzentriert und in Plauderlaune. Gesprächspartner an der Klarinette war ein überragender David Orlowsky, der mit markanter Intonation und überaus sensibler Ausgestaltung der der einzelnen Stimmungen glänzte – das Adagio geriet einmal mehr zum Highlight.“
(Iris Hetscher, Weser Kurier, 24.Oktober 2018)